Zum Projekt
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Mit der Luchsbande in den Frühling 2025:

Hüpffrosch-Basteln und andere Abenteuer


Wie bei jedem Luchsbanden-Nachmittag warten im Welzheimer Tannwald viele kleine unerwartete Entdeckungen und Abenteuer. Heute steht das Basteln von Spielen von amerikanischen Ureinwohnern auf dem Programm. Doch dann kommt zunächst alles ganz anders.

Lautlos wie die Luchse durch den Wald schleichen
Lautlos wie die Luchse durch den Wald schleichen

Das wohlbekannte Ritual "Wald-Schleichen zum Lägerle" war gleich zu Beginn ein Erfolgserlebnis für die Luchsbande: Wie die Profis setzten die Kinder vorsichtig einen Schritt nach dem anderen auf den feuchten Waldboden, um ja keinen Lärm zu machen - um zu schleichen wie die Luchse auf Beutefang.

Dann da - ein Spaziergänger mit Hund: Alle ducken sich wie auf Kommando. Jedes noch so leise Gespräch verstummt. Gebannte Blicke auf den Hund samt Herrchen. Werden Sie uns wohl entdecken, so kunterbunt wie manche angezogen sind? Sekunden werden zu Minuten: Weder der Spaziergänger noch sein Waldi schöpfen Verdacht oder nehmen Witterung auf und gehen ohne Regung vorbei. Die erste Prüfung ist glänzend bestanden!

Beliebtes Singspiel im "Lägerle"
Beliebtes Singspiel im "Lägerle"

Im Lägerle angekommen, das altbekannte Ritual zum Runterkommen und Auf-den-Wald-Einstimmen. Alle freuen sich schon riesig auf die gemeinsamen Erlebnisse heute.

"Heute werden wir Holzspielzeuge basteln wie sie die Ureinwohner Amerikas mit ihren Kindern hergestellt haben - und zwar einen `Fang-Ring´ und einen  `Hüpf-Frosch´", kündigt Wildnispädagogin Brigitte Greiner der Luchsbande an.

"Aber dazu müssen wir zuerst noch das Material im Wald sammeln."

 

Ich hab' was entdeckt!!
Ich hab' was entdeckt!!

Und auf geht's durch den Wald und den Hang hinunter und an einem kleinen Tümpel vorbei. Man muss wissen, dass die Luchsbande niemals achtlos an einem Tümpel vorbeigehen würde, denn hier gibt es fast immer etwas zu gucken. "Da seht: Laichballen von einem Grasfrosch am Ufer" und alle kommen herbeigestürmt, um das kleine Naturwunder zu bestaunen.


Kurz darauf ruft eine "Luchsin" die anderen herbei, weil sie seltsame "Augen" im feuchten Moos gefunden hat.

"Das sind Froscheier aus dem Laichballen dort drüben", erklärt die Wildnispädagogin. Aber wie kommen die so vereinzelt ins Moos am Teichrand?

"Das könnte der Rest einer Mahlzeit vom Waschbär gewesen sein." Der eingeschleppte und in unseren Wäldern von Natur aus nicht vorkommende Waschbär hat rasch gelernt, Frösche, Unken und Kröten zu häuten und zu fressen. "Wenn der Waschbär ein paar der Frösche fressen würde, könnte die Natur das ausgleichen, aber dieser Geselle kann den Bauch nicht voll bekommen und kann durchaus auch mal einen ganzen Teich leerfressen. Und da der Waschbär bei uns keine natürlichen Feinde hat, gibt es - außer dem Jäger - kein Lebewesen, das seinem Treiben Einhalt gebieten könnte.

Laßt uns suchen, ob wir weitere "Indizien" finden können, die unsere These des Waschbär-Frühstücks beweisen könnten. Tatsächlich: Im nassen Uferschlamm findet sich ein weiterer Hinweis auf den Waschbär. Die ausgebildete Fährtenleserin Brigitte erkennt sofort Fußabdrücke des gestreiften Gesellen.

Abdruck des linken hinteren Waschbärfußes
Abdruck des linken hinteren Waschbärfußes
Reste eines Waschbär-Frühstücks: Hinterbeine eines Grasfroschs
Reste eines Waschbär-Frühstücks: Hinterbeine eines Grasfroschs

Diese Entdeckung macht unsere Luchse nachdenklich und einer kommt auf die Idee: "Wir retten den Grasfroschnachwuchs" und schon sammeln alle die im Moos herumliegenden Froscheier und befördern Sie ins Tümpel-Wasser. "Und jetzt drücken wir ganz fest die Daumen, dass die Fröschlein das überleben."

Waldbrand - ein dynamisches Fang-Spiel mit Hintergrund
Waldbrand - ein dynamisches Fang-Spiel mit Hintergrund

Zweiter Akt des Luchsbanden-Nachmittags: Ein Bewegungsspiel, genannt Waldbrand.

Eine/r darf ein ausgebrochenes Feuer spielen und die anderen spielen Tiere des Waldes: Fuchs und Hase und Igel zum Beispiel.

Wen das Feuer fängt, wird beim nächsten Durchgang selbst auch Feuer und jagt die noch verbliebenen Tiere des Waldes.

Bei allem Ernst der Spielbeschreibung ist das für die Luchsbande vor allem ein tolles Fangen-Spiel, bei dem sie ganz schön aus der Puste kommen. (Und das sollen sie ja auch!  ;-)

"Langholz"-Transport
"Langholz"-Transport

Im dritten Akt werden die Materialien gesammelt, die nachher im Lägerle zum Bastel benötigt werden: Dünne Haselnußruten - und dürre Fichtenstecken.

Dabei zeigen sich manchen ganz schön erfinderisch beim Abtransport des "Langholzes" - zu zweit geht's eben besser. Spielerischer kann man Teamarbeit kaum lernen.

Im Lägerle machen sich alle an die Bastelarbeit: Einige Jungs sägen eifrig dürre Fichtenstangen zu den Halterungen für den Fang-Ring in etwa 60 cm lange Stücke. Derweil erklärt Brigitte Greiner anderen, wie man Haselnußzweige geschmeidig macht und zu Ringen biegt und flicht. Ein Ring werden anschließend mit einer Schnur am Haltestab befestigt. Das Geschicklichkeitsspiel geht dann so, dass man den Ring mit dem Haltestecken in die Luft schleudert und ihn dann mit dem Haltestab wieder aufspießt. Gar nicht so einfach, aber ganz Geschickte haben den Bogen bald raus und vergnügen sich damit.

Mit einer Säge umgehen lernen macht Spaß
Mit einer Säge umgehen lernen macht Spaß
Fertiger Fangring
Fertiger Fangring
Brigitte Greiner biegt einen Fangring
Brigitte Greiner biegt einen Fangring
Die Fangringe werden gleich ausprobiert
Die Fangringe werden gleich ausprobiert

Beim "Hüpffrosch"-Spielzeug wird ein biegsamer Haselnusstecken wird auf ca. 30 cm abgeschnitten und zu einem Hufeisen gebogen (Je dicker der Stecken, umso stärker die Spannung des Bogens). Dann wird eine Schnur zwei mal mit den Enden des "Hufeisens" verknotet. Nun steckt man einen kurzen Stecken zwischen die beiden Schnüre und dreht diesen Stecken so lange bis er unter ordentlicher Spannung steht. Dann legt man den "Frosch" auf den Boden und lässt rasch los. Wenn man alles richtig gebastelt hat, springt einem dieser Hüpffrosch munter in die Höhe und überschlägt sich auch manchmal (vor Freude ;-)

Der Springfrosch wird aufgezogen
Der Springfrosch wird aufgezogen
Auf die Plätze - fertig - ...
Auf die Plätze - fertig - ...